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Kabarettist Werner Meier begeisterte die Feldkirchner mit Spar-Tipps und Schnäppchen-Jagden

Werner Meier 2008
Mit viel Tempo und Witz lotste Werner Meier das begeisterte Feldkirchner Publikum durch die Welt des Sparens und der Schnäppchenjagden.

Letztmals präsentierte der Musik-Kabarettist Werner Meier sein Programm „Oh mei, oh Meier!" und die Feldkirchner amüsierten sich prächtig im vollen Rathaus-Foyer. Erster Bürgermeister Werner van der Weck wies auf dieses letzte Mal hin, aber er sagte dem Publikum auch: „Wir haben die Option aufs neue Programm und holen Werner Meier nächstes Jahr wieder zu uns." Und was sagte Werner Meier dazu? In Rahmen seiner Spar-Tipps und Schnäppchenjagden überlegte er, ob man sich ein neues Programm sparen könnte, weil „des Oide dad's scho no" und er stellte fest, dass das Publikum einen guten Künstler bekommen hat und das nur „für a paar Euro - a Schnäppchen." Lässt man aber mal die Pfennigfuchserei außer Acht, dann kann man sagen: Das Publikum hat kein Ramsch-Schnäppchen gemacht, sondern erlebte eine hervorragenden und höchst amüsanten Künstler. Und wenn das neue Programm auch so viele witzige Höhepunkte hat wie dieses, dann sollte man sich's nicht sparen, sondern man muss es einfach sehen.


Man konnte die Großkämpferinnen im Supermarkt direkt vor sich sehen, wenn sich die „Orangenhaut am Wühltisch" drängelt und man konnte kichern, wenn Werner Meier seine paar Hosen, Hemden und 9 Unterhosen zusammen zählte und befriedigt meinte: „I hob ois. Des Bekleidungsg'schäft in Erding hunger i aus."  Er hielt auch nichts von Goldfüllungen in den Zähnen, denn „wenns D' in da Gruam liegst, liegt as Goid mit Dir drin und dann kemman d' Goidgräber wieder. Des muaß net sei." Gespannt war er auch, welche Schnäppchen die bayerischen Parteien nach der Wahl machen werden. „Vielleicht geht ja d' CSU mit der Linken zamm - woaß ma's?". Und mittendrin erinnerte er sich ein bisserl wehmütig an die guten alten Zeiten, denn „da hat ma net so sparen miassn, da hat ma Rathäuser baut", sagte Werner Meier und ließ angelegentlich seinen Blick durchs recht junge Feldkirchner Rathaus schweifen. Heute ist das freilich anders, berichtet er über seinen Nachbarn. Der hat sich für 30 ¤ ein Grundstück auf dem Mond gekauft. „A so a Schmarrn. Da herunt zoit er Miete und oben hat er a Grundstück", schüttelte Meier den Kopf. Außerdem ist da oben auch nicht alles in Butter, denn da „rennan tote Astronauten und des oide Sputnik-Klump von die Russ'n rum, weil koana auframt."


Also blieb man doch lieber mit beiden Beinen auf der Erde und lachte über die Späße, die Werner Meier mal vielsagend gestikulierend, dann wieder mit Janker und Filzhut grantelnd bayerisch von sich gab oder sich zu Gitarrenklängen von der Seele sang. Fleißig unterstützt vom Publikum, das sogar den Fußballer-Schlachtruf „Zicke-Zacke-Hey-Hey-Hey" der FG-Gruppe (Fitte Greise) des FC Blauen Fleck nicht nur rufen, sondern auch künstlerisch anspruchsvoll singen konnte. Doch auch wenn man viel lachen konnte, es gab auch viel Nachdenkliches, wie etwa beim Song über den arbeitslosen und mit 50 Jahren unvermittelbaren Bepp, dessen Job wegrationalisiert wurde, weil die Amerikaner das Suppenpackl-Unternehmen geschluckt haben. Und das hatte nur einen Grund: „Alle woi ma's billig ham." Mit solchen Darbietungen bewies Werner Meier auch zeitkritisches Kabarett-Geschick. Bravo, das war professionell, witzig und direkt dran an der Realität.

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