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Soldatenbriefe

Soldatenbriefe

Mahnung und Erinnerung zugleich: Eine neue Ausstellung im Rathaus Feldkirchen zeigt Soldatenbriefe aus dem Ersten Weltkrieg.


Eine beeindruckende Ausstellung im Feldkirchner Rathaus erinnert, mahnt und macht nachdenklich: Bis zum 27. November werden Soldatenbriefe aus dem Ersten Weltkrieg sowie weitere Exponate, wie Fotos, Literatur, Todesanzeigen und Orden, gezeigt. An Schautafeln werden zudem die persönlichen Schicksale von Menschen aus Feldkirchen und Umgebung, die Geschehnisse an der Front und in der Heimat sowie das Engagement der Kirchen und sozialen Organisationen geschildert.


Feldkirchens Zweiter Bürgermeister Andreas Janson erklärte bei der Vernissage: „Ohne unseren evangelischen Pfarrer Alfred Krauth wäre diese Ausstellung nicht möglich gewesen. Er hat die Briefe von Schutt bedeckt auf dem Dachboden des Pfarrhauses entdeckt und ihren Wert erkannt." Janson würdigte auch die lange Arbeit der Ausstellungs-Initiatorin Elisabeth Apel. Unter der Federführung von Astrid Hummel bereiteten Hanna Hohenester, Traudl Winklmeyer, Hannelore Wunderlich, der Archivar Helmut Kreitmayer und die Grafikerin Christine Kühn in mühevoller Arbeit über 2 Jahre lang diese Ausstellung vor. Andreas Janson erinnerte zudem an erschreckende Zahlen des Ersten Weltkrieges (1914-1918): 25 Staaten und deren Kolonien befanden sich mit 1,35 Milliarden Menschen - zwei Drittel der damaligen Weltbevölkerung - im Kriegszustand und über 9 Millionen Menschen verloren ihr Leben. Im November vor 90 Jahren wurde der Waffenstillstand unterzeichnet und im Juni 1919 wurde der Friedensvertrag von Versailles geschlossen, der im Januar 1920 in Kraft trat.


Musikalisch umrahmt von Soldatenliedern des Männergesangvereins Feldkirchen und Damen des Evang. Kirchenchors gingen die Redner bei der Vernissage auf Aussagen und Ziele der Ausstellung ein. So fasste Archivar Helmut Kreitmayer die Schwerpunkte zusammen: Die Briefe spiegeln die Empfindungen der Soldaten wieder. Hervorgehoben wird auch das Engagement des damaligen evangelischen Pfarrers Karl Crämer, der den Soldaten aus dem damals 117 Gemeinden umfassenden Pfarrsprengels Pakete und das amtliche Gemeindeblatt mit Nachrichten aus der Heimat schickte und 1588 Briefe und Karten beantwortete. Die Texte der Soldaten verdeutlichen die Verarbeitung grausamer Erlebnisse. Nicht zuletzt wird auch „die Stimmung von der ersten Euphorie über die Ernüchterung bis zum Wunsch nach Frieden" aufgezeigt, so Helmut Kreitmayer. Unter den zahlreichen Gästen der Vernissage konnte Organisatorin Astrid Hummel auch Enkel des Pfarrers Crämer und des im Krieg gefallenen Erhard Neupert aus Feldkirchen begrüßen.


Auch Pfarrer Alfred Krauth berührten die Soldatenbriefe: „Mich hat bewegt, wie schwer es für den Menschen ist, Frieden zu halten." Es sei erschreckend, dass damals keiner den Frieden angemahnt habe. Erst nach dem noch schlimmeren Zweiten Weltkrieg habe wenigstens in Europa ein Umdenken stattgefunden. Er wies auch darauf hin, dass in den Briefen immer wieder der Satz „Gott ist auf unserer Seite" auftauche und stellte abschließend fest: „Gott will nicht den Tod auch nur eines Soldaten. Er will auch nicht den Krieg. Dahinter steckt einzig der Wille des Menschen."

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Kultur im Rathaus

Termine

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Fr 01.12.2017 | 20.00
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