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Geistreiches und witziges Kabarett mit Andreas Rebers begeistert die Feldkirchner

"Nebenan und nebenbei" beschäftigt sich Andreas Rebers mit den Widrigkeiten des Lebens und damit auch mit Verkehrssündern vor der Haustür
Andreas Rebers
Der Kabarettist Andreas Rebers sorgte als studierter Hausmeister für beste Unterhaltung im Feldkirchner Rathaus.
 

"Nebenan und nebenbei" beschäftigt sich Andreas Rebers mit den Widrigkeiten des Lebens und damit auch mit Verkehrssündern vor der Haustür, Frau Hammer aus dem Hinterhaus und dem kleinen, blassen Vegetarier Frodo, der nicht Fußball spielt, weil er dann ja den Ball treten müsste. Als Hausmeister mit abgeschlossenem „Elite-Studium, das 20 Minuten gedauert hat", brachte der Kabarettist die Feldkirchner im ausverkauften Foyer des Rathauses so richtig zum Lachen. Kein Wunder, dass sich das Publikum herrlich amüsierte, denn so einen Hausmeister lernt man nicht alle Tage kennen: Bestens gerüstet, durchsucht er die Tonnen mit Metalldetektoren. Er installiert Webcams und Bewegungsmelder, baut als „freier Mitarbeiter der Polizeiinspektion" eine eigene Radarfalle auf der Straße vor dem Haus auf und wenn die Beamten bei Falschparkern nicht spuren, rückt er mit dem eigenen Abschleppwagen an. Blöd ist es bloß, wenn er dann mit 110 km/h in die eigene Radarfalle rast, sich als aufrechter Bürger selbst anzeigt, eine Gerichtsverhandlung gegen sich führt und sich dem harten Urteil beugt, à la Hartz 250 Euro von einer eigenen Tasche in die andere eigene Tasche zu stecken.  

 

Generell tun sich bei den Menschen Abgründe auf - spätestens, wenn sie einen Satz mit „Ich dachte" beginnen, denn das „endet immer in einer Katastrophe". Und so prognostizierte Andreas Rebers schon mal, dass Horst Seehofer nach der Wahl sagen wird: „Ich dachte, ich würde gewinnen." Als Hausmeister regt er sich über Frau Hammer auf, die ihre „olle Gesundheitsgurke neben meinem schicken Offroad-Bike" abstellt. Er berichtet, dass er mit einer reichen Frau verheiratet ist, die vor lauter Klunker bucklig geht. Mit seinem Tipp „geh aufrecht, wir sind nicht in Teheran", klappte es „erst, als ich ihr zum Lastenausgleich alles abgenommen habe." Zwischendrin wandern seine Gedanken ab zu bundesdeutschen Themen. Er macht Kurt Beck mit dem Slogan „Beck - ein Mann wie ein Bier" bekannter. Fassungslos erzählt er, dass „vier von drei Deutschen nicht richtig rechnen können. Wir haben bei die Pisa-Studie schlecht abgeschneidet." Prompt schließt sich ein stichelndes „Arbeitslied in der Tradition von Brecht/Bohlen" an, das sich den Lehrer vorknöpft, der die geerbte Firma verschmähte, auf dem zweiten Bildungsweg Pädagoge wurde und jetzt nicht im Aufsichtsrat sitzt, sondern die Pausenaufsicht macht.

 

Hausmeister Andreas Rebers will nicht über Merkel und Bush sprechen, weil er sich „nicht mit dem Elend anderer Leute beschäftigen" will. Stattdessen singt er über „Liebe unterm Hirschgeweih" und hält erschreckt inne, denn „mir macht Angst, dass mir so was einfällt." Aufgeschlossen wie der Hausmeister ist, nimmt er mit Omm und Jaulgesängen an einer Hypnosesitzung in der „spirituellen Tankstelle von Frau Sasahara" teil. Außerdem sichtet er die gesammelten Computer-Daten über Mitbürger und gegen diesen Fundus „ist die Sammlung von Schäuble oder Beckstein ein Micky-Maus-Hefterl". Ein echtes Vergnügen, Andreas Rebers zwei Stunden lang zuzuhören. Den deutschen Kleinkunstpreis 2007 hat sich der Kabarettist wahrlich verdient. Der Abend in Feldkirchen war auf jeden Fall beste Unterhaltung.

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