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Adventskonzert am 01.12.2007

Adventskonzert 2007
Die Musiker der Musikhochschule München beeindruckten in Feldkirchen mit festlicher Musik zur Adventszeit.

Festliche Musik stimmte die Feldkirchner niveauvoll auf den Advent ein

Hochkarätige Künstler der Hochschule für Musik und Theater München verwöhnten die Feldkirchner mit festlicher Musik zur Adventszeit. Ohne Zugabe durften die sechs Musiker bei diesem niveauvollen Barockkonzert nicht von der Bühne gehen. Unter der Leitung von Prof. Friedemann Berger konzertieren Katja Stuber (Sopran), Veronika Egger (Barockvioline), Almuth Siegel (Barockvioline), Ines Wein (Barockviola), Regina Wilke (Barockcello) und Peter Kofler (Cembalo).

Bei Antonio Vivaldis „Concerto alla Rustica“ wechselten schnelle und markante Passagen mit gefühlvollen, zurückhaltenden Klängen und einem lebhafteren, tänzerischen Teil ab. Eintauchen in liebliche, wehmütige und elegante Musik konnte man bei Marco Uccellinis „Sonata overo Toccata quinta“. Einhüllend und ergreifend bis fordernd und umgarnend erklang die „Sonate huictiéme“ von Jean-Fery Rebel. Ganz andere Gefühle schwangen wiederum in Francesco Antonio Bonportis „Concerto V“ mit: Hier gingen betörende Klänge mit fröhlichen Verzierungen über in anrührende Melancholie, die sich am Ende in jubilierender Freude auflöste. Wechselvoll auch das Konzert in g-moll op. 6 von Arcangelo Corelli: Mal war seine Komposition strahlend und munter, dann wieder besinnlich und schmeichelnd oder es mündete temporeiche Nachdrücklichkeit in jauchzende, festliche Fröhlichkeit. Der klare, deutliche Sopran von Katja Stuber beeindruckte bei zwei Liedern aus den „Kleinen geistlichen Konzerten“ von Heinrich Schütz: Dramatisch und flehend ging das „Eile, mich Gott, zu erretten“ zu Herzen, während das Lied „Ich will den Herren loben allezeit“ auch preisende, jubelnde und temporeiche Momente bot. Ein weiteres Mal berührte Katja Stubers kraftvolle und ausdrucksstarke Stimme bei Alessandro Scarlattis „Cantata Pastorale“ mit feierlichem, freudig huldigendem Charakter, zu dem sich andächtige Besinnlichkeit und eindringliche Betonungen gesellten.

Die Feldkirchner erlebten ein fesselndes Konzert, das mit alten Kompositionen des 17. und 18. Jahrhunderts barocke Kostbarkeiten zu Gehör brachte. Kein alltäglicher Konzertgenuss, sondern etwas ganz Besonderes mit qualitativ hohem Anspruch. Die jungen Künstler verstanden es exzellent sich in die Kompositionen hinein zu fühlen und spielten ihre barocken Streichinstrumenten und das Cembalo mit Perfektion und viel Gefühl. Unter den Zuhörern im Feldkirchner Rathaus befand sich auch der Erbauer des Cembalos: Ein Kunsthandwerk, das Bernhard Tucher in Schloss Leitheim bei Donauwörth ausübt. So exquisit und alt das Instrument an sich ist, die Aufträge gehen nicht so schnell aus, denn „das Cembalo wurde in der Musik bis zum 19. Jahrhundert gebraucht und entsprechend oft wird es für Konzerte nachgefragt“, so Bernhard Tucher. Verwendet werden beim Bau in erster Linie europäische Hölzer sowie Ebenholz und Knochen für die Tasten. Bei den Knochen handelt es sich um Röhrenknochen aus den Hinterlauf-Oberschenkeln von amerikanischen Kühen, die eine besondere Knochendichte aufweisen. Eine Wissenschaft für sich also und immerhin stecken laut Tucher 250 bis 600 Arbeitsstunden in einem Cembalo. Für das in Feldkirchen gespielte, 1997 erbaute Cembalo war es einer der letzten Einsätze: Konzert-Cembalos werden nach etwa zehn Jahren sozusagen in Rente geschickt, weil ihre Optik durch den häufigen Gebrauch und wegen der Transporte leidet.

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