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Opern auf Bayrisch am 15.02.2008

Opern auf Bayrisch 2
Bei den Opern auf bayerisch erwiesen sich in Feldkirchen die Rezitatoren und Schauspieler (v.l.) Gerd Anthoff, Conny Glogger und Michael Lerchenberg als Meister ihres Fachs.

Opern auf bayerisch: Wenn d` Liab an Sepp zum Mörder macht, haben die Feldkirchner eine Mordsgaudi

Das Foyer im Rathaus Feldkirchen war bis auf den allerletzten Platz besetzt: Paul Schallwegs „Opern auf Bayerisch“ und die hochkarätige Originalbesetzung des Münchner Gärtnerplatz-Theaters mit den bekannten Schauspielern Gerd Anthoff, Conny Glogger und Michael Lerchenberg begeisterten das Publikum. Die Opern in bayerischer Mundart punkteten in vielerlei Hinsicht: Carmen, Zauberflöte und Meistersinger dauerten nicht so lang wie im Original, sie waren witzig und man konnte sich dank bayerischem Dialekt, bayerischer Mentalität und meist bayerischen Schauplätzen prima in die Handlung hinein versetzen.

Meisterhaft betont und rezitiert fand man sich auch im sonnigen Süden zurecht, denn die tragische G’schicht von Carmen und Don José ließ man weiterhin in Spanien spielen. Der Einfachheit halber hieß der Don José Sepp und die Oper „Wia d’ Liab an Sepp zum Mörder g’macht hat“. Kokett und mit bayerischem Charme schlüpfte Conny Glogger in die rezitierende Rolle der Carmen und stellte bodenständig fest: „Da oa sticht auf’n andern ei. So bläd ko bloß a Mannsbuid sei“. Gerd Anthoff schmetterte ein „Auf in den Kampf, und los mit Dampf“ und Michael Lerchenberg schilderte mit trockenem Humor das tödliche Ende: „Er sticht ihr nei bis ins Herz, sie foit längs aufs Pflaster hi - ’s gibt koan Stierkampf mehr für sie.“

Witzig auch die Meistersinger, die bei den Opern auf bayerisch in Miesbach unter dem Titel „Wia der Oberförster Stolz den Stadtschreiber Beck ausg’stocha hat“ aktiv wurden. Mitunter konnte man sich da selbst ertappen, wie etwa bei den Gedanken eines Kirchgängers, der beim Gottesdienst an den Schweinsbraten denkt und feststellt: „Hätt’ da Pfarrer kürzer predigt, waar bis zwölfe ois erledigt.“

Auch die Zauberflöte hatte bayerisch-menschliche Züge, wenn man halt so gar nix mit Saupreiß’n anfangen kann, die gerne mal die Bayern despektierlich „Seppel“ nennen. Schwierig, wenn sich der Ignaz am Königssee auch noch in eine Wiebke verliebt, die vier mal so viel redet wie ein bayerisches Deandl. Obendrein muss man dieses Madl dem Watzmann-König, der zwischen Fackeln und bayerischem Wappen mit „zwoa Dackl statt zwoa Löwen“ thront, abluchsen. In dessen Reich war sie nämlich gelandet, weil sie der Blaueisgletscherkönigin davon gelaufen war und meinte: „Des Geisterleb’n kotzt mi o, ois was i wui, des is a Mo.“

Eine exzellente Operngaudi wurde den Feldkirchnern geboten. Doch nicht nur die Rezitatoren beeindruckten mit ihrer bravourösen Leistung. Auch die Orchestermusiker des Gärtnerplatz-Theaters brillierten unter der Leitung von Rolf Alexander Wilhelm mit einem Mix aus Klassik, Jazz, bayerischem Tuba-Humtata, Zither-Gemütlichkeit, Kastagnetten-Geschnackel und Percussion auf Flaschen, Pfannen und Kehrschaufel. Ohne Zugabe der Musiker und Rezitatoren ging bei diesem herrlich-amüsanten Opernabend freilich gar nichts. Ein perfekter Theaterabend mit viel Humor, bayerischem Lebensgefühl und virtuos-witziger Musik.

Opern auf Bayrisch 1

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