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Spielmusik Lederwascher am 26. April 2008

Konzert Lederwascher
Die Künstler des Volksmusikabends machten den Feldkirchnern mit einem anspruchsvollen und breit gefächerten Repertoire Lust auf den Frühling.

Der Frühling ist mehr als nur ein laues Lüftchen, Sonnenschein und warme Temperaturen. Der Volksmusikabend im vollen Foyer des Rathauses Feldkirchen ließ da keine Zweifel. Die Spielmusik des Kreisvolksmusikpflegers Hans Lederwascher, der Ottobrunner Männerviergesang, die Sopranistin Elisabeth Artmeier und Moderatorin Annemarie Schäfer-Schmidl ließen nur einen Wunsch aufkommen: Frühling, gib` nicht nur kleine Gastspiele, sondern bleib` etwas länger.

 

Mit klarer, kräftiger und zugleich schmeichelnder Stimme und begleitet vom perlenden Klavierspiel des Pianisten Peter Wolf forderte Elisabeth Artmeier „Komm lieber Mai" und krönte diese Aufforderung mit jubilierenden Akzenten. Bravo-Rufe erntete sie für ihr romantisches, süßes und zärtliches Lied „Frühling in Paris", aber beim Titel „Wenn es Frühling wird" konnte sie sich auch wehmütig und ergreifend an die verlorene Liebe in einem Frühling erinnern. Bei ihrem glücklichen und befreiendem „Frühling in Wien" schwang die herrliche Leichtigkeit von Ball-Freuden, Tratsch über verliebte Pärchen und Küsse im Prater mit. Spätestens da, war klar: Zum Frühling gehört die Liebe einfach dazu.

 

Doch auch der Ottobrunner Männerviergesang wusste, was den Frühling zum Frühling macht: In ihren Volksliedern ging es um den lieblichen Wachtelgesang, um das zarte Grün der Bäume, das vor Freude lachende Herz, den dahin schmelzenden letzten Schnee, die Vorfreude auf die Pirsch und natürlich auch ums lustige Leben bei der Sennerin auf der Alm. Mit warmen, sonoren Stimmen ließ das Männerquartett den Frühling erwachen und bescherten den Zuhörern einen wohligen Hörgenuss.

 

Vielfältige Frühlingsgefühle steuerte die Spielmusik Hans Lederwascher bei: Mit hellen Geigen, gemütlich brummendem Bass, tirilierenden Flötenklängen, sanften Zitherklängen und fröhlichem Gitarrenspiel ließen sie die höfische Eleganz der Menuette von Mozart und Haydn, die Unbeschwertheit von ländlichen Tänzen, den flotten Rhythmus eines Kärntner Marsches, die verspielt-verliebte Schönheit eines Hochzeitsstückls, die Beschwingtheit eines Walzers von Johann Strauß oder auch das munter-feurige Temperament einer ungarischen Polka erklingen.

 

Nicht zuletzt vertrieb auch die Moderatorin Annemarie Schäfer-Schmidl die Reste des Winters und berichtete, dass „die weiße Eminenz in die Sommerresidenz reist", damit der Sonnenschein die Pflanzen einladen kann, sich „vom Schlaf zu neuem Leben zu erheben". Zeit für Tanz und Liebelei im Frühling wenn ihr der Tanzbegleiter die angesteckten Blumen vom Kleid brockt, dann „hob i am Tog mei Freid an die Bleamin und er auf`d Nacht".

 

Ein Volksmusikabend mit anspruchsvoller Qualität wurde da geboten. Die Mischung aus Volksmusik, Klassik, deutschen, bayerischen und Wiener Frühlingsliedern machte Freude und ging ins Ohr. Für Eintönigkeit war kein Platz und der Humor kam auch nicht zu kurz. Ein breites Repertoire und hervorragende Künstler machten das Konzert zum perfekten Hörvergnügen und das machte Lust auf eins: Den Frühling.

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