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Betriebshoferweiterung Ettenhuber - Wohnungen über Bussen
Wie ein Familienunternehmen in Feldkirchen auf Fachkräftemangel und Verkehrswende reagiert
Feldkirchen bei München, PM April 2026– Die weißen Markierungen sind frisch gezogen, die Busse stehen bereits sauber aufgereiht unter dem neuen Dach. Beim Ortstermin greifen Bürgermeister Andreas Janson, Landrat Christoph Göbel, Bernd Rosenbusch der Geschäftsführer des Münchner Verkehrs- und Tarifverbunds (MVV) sowie die Firmeninhaber Josef und Ralf Ettenhuber gemeinsam zur Schere und durchtrennen ein rotes Band – ein symbolischer Akt für ein Bauwerk, das gleich mehrere Herausforderungen der Branche unter einen Hut bringt.
Wo früher einfache Abstellflächen lagen, erhebt sich nun ein überdachtes Parkdeck für 18 Linienbusse. Darüber: Wohnungen für jene, die sie fahren, warten und disponieren. Geplant hat den Bau Ralf Ettenhuber, der Sohn des Firmeninhabers Josef Ettenhuber, der erst vor wenigen Jahren nach seinem Studium in das Unternehmen eingestiegen ist. Beim Termin „Einweihung der Betriebshoferweiterung“ tritt er stilvoll im Anzug auf, so wie sein Vater – ein eleganter Mann mit wachen Augen. Beide wirken wie moderne Unternehmer, die wirtschaftliches Denken mit sozialer Verantwortung verbinden.
7,5 Millionen Euro hat der Bau gekostet. Unter dem Parkdeck befindet sich eine Tiefgarage mit 43 Stellplätzen für die privaten Autos der Mitarbeiter. Darüber wohnen Disponenten, Mechaniker und Fahrer – ein Konzept, das angesichts angespannter Wohnungsmärkte an Bedeutung gewinnt und bei Bedarf sogar noch erweitert werden könnte. „Wir könnten bei Bedarf sogar noch zwei Stockwerke draufsetzen“, erklärt Ralf Ettenhuber. Vorgesehen sei sie aber momentan aus verschiedenen Gründen nicht. Jetzt soll hier demnächst erst einmal eine große PV-Anlage installiert werden – für die Elektrobusse des Unternehmens.
„Das ist etwas Besonderes“, sagt Bernd Rosenbusch der MVV-Geschäftsführer lobend.
Das Bus-Unternehmen Ettenhuber betreibt derzeit rund 150 Fahrzeuge, darunter zehn Elektrobusse. Noch in diesem Jahr sollen sechs weitere hinzukommen, bis 2027 ist der Ausbau auf insgesamt 60 zusätzliche E-Busse geplant. Parallel dazu sollen rund 16 Millionen Euro in die Lade-infrastruktur investiert werden, bislang gibt es sechs Ladepunkte am Standort.
Rund 300 Mitarbeiter beschäftigt die Firma an drei Standorten, jährlich werden 60 bis 70 neue eingestellt – auch, weil viele nach durchschnittlich drei Jahren in ihre Herkunftsländer zurückkehren. Etwa 85 Prozent der Fahrer stammen nicht aus Deutschland, viele aus Pakistan, Indien und weiteren Ländern. Im Betrieb funktioniere das gut, schwieriger sei es, überhaupt genügend Personal zu finden. Das Unternehmen reagiert mit Prämien und Angeboten wie den neuen Wohnungen.
Die Erweiterung in Feldkirchen ist mehr als ein Bauprojekt, findet Feldkirchens Bürgermeister Andreas Janson: „Bei dieser Betriebserweiterung hat man Mobilität, Arbeitsmarkt und Wohnraum modern zusammenzudenken – pragmatisch, aber mit bemerkenswerter Konsequenz.“ Als Zeichen der wertschätzenden Anerkennung überreichte Janson beim Ortstermin den Firmeninhabern eine Gratulationsurkunde und wünschte viel Erfolg bei allen künftigen Projekten.




